Espadrilles

Espadrilles stammen aus dem Gebiet Südfrankreich und Spanien. Ihren Namen verdanken sie dem Espartogras – auch Steppengras genannt – aus dem ihre Sohle bei den ursprünglichen Modellen hergestellt war. Inzwischen sind die Sohlen aus Flachs oder Hanf geknüpft oder geflochten, darauf ist aus Baumwolle oder Leinen eine Vorderkappe genäht, daran der Fersenteil, ebenfalls aus demselben Stoff. Ähnlich wie bei einem Pantoffel treten manche Träger den Fersenteil flach zu einem Schlupfschuh. Abgewandelte moderne Designs zeigen Espadrilles als Sandalen oder mit Keilabsatz.

Aufgrund des Materials sind es sehr leichte, luftige und bequeme Schuhe, ideal für heiße Sommertage. Jedoch sind Espadrilles reine Schönwetterschuhe. Feuchtigkeit oder gar Nässe vertragen sie überhaupt nicht. Sie saugen sich voll, die Sohlen lösen sich auf. Versuche einer Gummibeschichtung der Sohlen brachten keinen Erfolg. Durch Gewichtsverlagerung und Abrollen beim Gehen hält die Gummierung nicht lange, welche ohnehin keine feste Bindung mit dem pflanzlichen Material eingehen kann.

Espadrilles passen Damen, Herren und Kindern. Einst von der Landbevölkerung getragen, avancierten sie in den 60er und 70er Jahren zu einer gern getragenen Fußbekleidung so Prominenter wie Grace Kelly oder Sophia Loren, worauf sie Einzug in die Mode hielten. In Deutschland hatten sie ihren großen Auftritt in den 80er Jahren. Seitdem ist dieser zeitlose Schuhtyp immer wieder modisches Thema. Neben der Vielfalt der Farben und Modelle liegt das auch an ihrem günstigen Preis. Mit Espadrilles kann jeder seine Garderobe aktuell auffrischen und zwischen mehreren Varianten wechseln. Ein weiteres Plus ist die platzsparende Aufbewahrung: Espadrilles lassen sich flach drücken und machen sich so im Schuhschrank und Urlaubskoffer ganz klein.