Pantoffeln

Ist der Mann ein Pantoffelheld? Oder steht er einfach nur komplett unter dem Pantoffel? Der Pantoffel, dessen Name sich herleitet von dem französischen Wort für Hausschuh, “pantoufle”, ist im Sprachgebrauch ein Symbol und eine Metapher für Häuslichkeit, Bequemlichkeit, Gemütlichkeit, teilweise auch für vermeintliches Spießbürgertum. Die Geschichte des Pantoffels reicht weit zurück, die ältesten Modelle wurden in koptischen Gräbern des 2. bis 8. Jahrhunderts gefunden.

Als besonders beliebt gilt und galt der Pantoffel auch im Orient, dort sind diese Schuhe für den Hausgebrauch oft reich mit Stickereien und Stempelvergoldungen verziert. Die orientalischen Pantoffeln weisen eine bauchige Form auf und laufen nach vorne spitz zu. Man nennt sie auch Babuschen.

Die klassische Form des Pantoffels besteht aus einer Sohle und einer Vorderkappe, jedoch bestitzt der Pantoffel kein Fersenteil. Dadurch eignet sich dieser Schuh rein für den Hausgebrauch, dem er auch zugedacht ist. Da dies ein Schuh für den Innenbereich ist, erklärt sich auch seine Verwendung als Metapher für Männer, die im häuslichen Bereich von ihren Ehefrauen übertrumpft werden und diesen klein beigeben müssen. Allerdings stammt diese Redewendung aus dem 19. Jahrhundert. Dort wurden auch Schuhe mit Fersenteil Pantoffeln genannt. Die ans Haus gebundenen Gattinnen trugen diese, die Ehemänner, die sich im Haus unterzuordnen hatten, standen also “unter” diesem Pantoffel, der durch sein Fersenteil leicht erhöht war.

Dem Pantoffel verwandt ist die Pantolette, die allerdings nicht nur für den Hausgebrauch gedacht, sondern straßentauglich konzipiert ist. Im Gegensatz zur Pantoffel hat die Pantolette eine straßentaugliche Sohle und einen Absatz, was sie auch zu einem feminineren Modell macht als den einfachen Hauspantoffel.