Stiefel
Der Stiefel ist eine Schuhgrundform, die sich dadurch definiert, dass der Schaft des Schuhs bis mindestens über den Knöchel reicht. Ist der Stiefel nur knöchelhoch, spricht man von einer Stiefelette, meistens sind dies Schnürstiefel, Schlupfstiefel mit Elastikeinsatz oder mit einem Reißverschluss.
Bereits in der spanischen Altamira-Höhle, die weltberühmt wurde durch die Höhlenmalereien, die gemalte Stiere darstellen, waren Jäger mit stiefelähnlicher Bekleidung abgebildet. Dies bedeutet, dass die ältesten bildnerischen Zeugnisse von Stiefeln in die Jahre 15.000 bis 13.000 v. Chr. zurückreichen. Traditionell finden sich Stiefel als praktische Schuh- und Fußbekleidung bei Soldaten, Wanderern, Bergsteigern, Jägern oder auch Sportlern, da die verlängerte Schafthöhe optimalen Schutz und auch Wärme gewährt.
Mittlerweile sind Stiefel allerdings eher als Modebekleidung gefragt und sind in vielerlei Varianten erhältlich.
Stiefel können nach verschiedenen Kriterien unterschieden werden, nach Schaftlänge, Verwendungszweck, Schnittform des Schafts und Material. So giebt es Stiefel aus Gummi, Lack, Leder, Holz, Filz oder Fell.
Während modische Herrenstiefel eher eine Seltenheit darstellen, sind Damenstiefel ein modischer Dauerbrenner und immer beliebt. Nichtsdestotrotz gibt es auch elegante Varianten für den Herrn, klassische Modelle sind Chelsea-Boots, George-Boots, Ringbesatzstiefel oder, für modische Extravaganzen, Westernstiefel.
Die Modelle für die Damenwelt reichen von Stiefeletten bis hin zu Overknee-Stiefeln, die, wie ihr Name schon sagt, sogar die Knie noch bedecken und fast Oberschenkelhöhe erreichen. Diese Vielfalt an Modellen spiegelt sich auch an den Trägerinnen und deren Umfeld wider. Während züchtig zu den Knöcheln reichende Stiefeletten oder bis zur Hälfte der Wade reichende Stiefel mit nicht allzu hohem Absatz auch für den Arbeitsplatz geeignet sind, werden Damenstiefel mit längerem Schaft eher auf Parties und in der Disco getragen.